Was Hefewasser ist, wie es entsteht und wie du es stabil hältst.
Kompakt erklärt mit sicheren Schritten zur Herstellung und Pflege.

Was ist Hefewasser?

Hefewasser ist ein natürliches Triebmittel, das durch die Fermentation von Wasser, Zucker und Früchten entsteht. Dabei vermehren sich wilde Hefen und Mikroorganismen, die später für den Trieb im Teig sorgen.

Es kommt ganz ohne gekaufte Hefe aus und wird vor allem für Brot, Brötchen und süßes Gebäck verwendet. Die Teigführung ist etwas langsamer, dafür entstehen ein feiner Geschmack und eine gute Bekömmlichkeit.

Was ist der Unterschied zwischen Hefewasser und Hefe aus dem Supermarkt?

Gekaufte Hefe besteht aus gezüchteten Hefestämmen, die sehr schnell arbeiten und zuverlässig Volumen bringen. Hefewasser dagegen enthält wilde Hefen, die natürlicher, aber auch etwas unberechenbarer sind.

Dafür bringt Hefewasser mehr Aroma in den Teig und passt gut zu einer bewussten, entschleunigten Backweise.

Was ist der Unterschied zwischen Hefewasser und Sauerteig?

Sauerteig basiert auf Mehl und Wasser und enthält neben Hefen auch Milchsäurebakterien. Hefewasser wird ohne Mehl angesetzt und schmeckt deutlich milder.

Während Sauerteig vor allem für herzhafte Brote genutzt wird, eignet sich Hefewasser besonders gut für süße Teige und feines Gebäck.

Woran erkenne ich aktives Hefewasser?

Aktives Hefewasser zeigt feine Bläschen, einen leicht fruchtigen Geruch und reagiert sichtbar nach dem Füttern. Beim Öffnen der Flasche kann sich ein leichter Druck bemerkbar machen.

Wichtig ist nicht die Stärke der Bläschen, sondern die Regelmäßigkeit der Aktivität.

Hefewasser blubbert nicht – was tun?

Bleiben Bläschen aus, liegt das meist an zu niedriger Temperatur, zu wenig Zucker oder einer noch jungen Kultur. Oft hilft es, das Hefewasser wärmer zu stellen und erneut zu füttern.

Geduld ist hier entscheidend. Hefewasser braucht Zeit, um stabil zu werden.

Wie lange ist Hefewasser haltbar?

Im Kühlschrank kann Hefewasser mehrere Wochen haltbar sein, wenn es regelmäßig gefüttert wird. Wird es länger nicht genutzt, kann die Aktivität nachlassen.

Vor dem Backen empfiehlt es sich, das Hefewasser ein bis zwei Mal aufzufrischen, wenn es nur selten genutzt wird.

Wie oft füttern?

Bei regelmäßiger Nutzung reicht es, das Hefewasser alle ein bis zwei Wochen zu füttern. Bei intensiver Nutzung auch häufiger.

Wichtig ist ein sauberes Arbeiten und frisches Wasser sowie Zucker oder Trockenfrüchte.