Sauerkraut selber fermentieren – Schritt für Schritt zum eigenen Sauerkraut
Selbst fermentiertes Sauerkraut gehört zu den bekanntesten fermentierten Lebensmitteln und lässt sich mit nur drei Zutaten ganz einfach zu Hause herstellen. Durch die natürliche Milchsäuregärung entwickelt es seinen typischen Geschmack und bleibt über viele Wochen haltbar.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Sauerkraut sicher fermentierst, welches Salzverhältnis du benötigst und woran du erkennst, dass die Fermentation erfolgreich verläuft.
Videoanleitung
Mehr Probiotika als jedes Darmpräparat | Sauerkraut fermentieren – einfach erklärt
Warum Sauerkraut selbst herstellen?
Selbst gemachtes Sauerkraut kommt ohne Konservierungsstoffe und künstliche Zusätze aus. Während der Milchsäuregärung entstehen typische Aromen und – solange das Kraut nicht erhitzt wird – bleiben lebende Milchsäurebakterien erhalten.
Viele Menschen schätzen fermentierte Lebensmittel als abwechslungsreichen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Ob und in welchem Umfang sie sich auf die Gesundheit auswirken, hängt jedoch von vielen Faktoren ab und lässt sich nicht auf ein einzelnes Lebensmittel reduzieren.
Zutaten
Du brauchst nur:
- Weißkohl
- Salz
- ein geeignetes Fermentationsgefäß
Das richtige Salzverhältnis
Verwende 2 % Salz bezogen auf das Gewicht des Kohls.
Beispiel:
- 1 kg Weißkohl = 20 g Salz
Sauerkraut Schritt für Schritt herstellen
1. Weißkohl schneiden
Entferne den Strunk und schneide den Kohl in feine Streifen.
2. Mit Salz vermengen
Gib das Salz zum Kohl und knete ihn gründlich, bis genügend Flüssigkeit austritt.
3. In das Gärgefäß füllen
Fülle den Kohl portionsweise in dein Glas oder deinen Gärtopf und drücke ihn immer wieder kräftig zusammen.
Das Kraut muss vollständig unter seiner eigenen Lake liegen.
Beschwere es anschließend mit einem Glasgewicht oder einem anderen geeigneten Fermentationsgewicht.
Wie lange muss Sauerkraut fermentieren?
Die Dauer hängt von Temperatur und gewünschtem Geschmack ab.
Mindestens
- etwa 7 Tage bei 18 bis 22 °C, damit die Milchsäuregärung beginnt.
Mild
- 3 bis 4 Wochen bei 18 bis 20 °C
Kräftig
- 6 bis 8 Wochen oder länger, möglichst bei etwa 15 bis 18 °C.
Woran erkennst du eine erfolgreiche Fermentation?
Während der Gärung können folgende Anzeichen auftreten:
- kleine Bläschen
- angenehm säuerlicher Geruch
- trübe Lake
- sinkender pH-Wert
Kontrolliere regelmäßig, dass das Kraut vollständig unter der Lake bleibt.
Kleine Mengen Kahmhefe können auftreten und vorsichtig entfernt werden.
Tipps für gelingsicheres Sauerkraut
- Arbeite sauber.
- Verwende das richtige Salzverhältnis.
- Halte den Kohl vollständig unter der Lake.
- Öffne das Glas nur bei Bedarf.
- Stelle das Ferment nicht in die direkte Sonne.
Häufige Fragen
Warum muss das Kraut unter der Lake bleiben?
Nur unter Luftabschluss können sich die gewünschten Milchsäurebakterien optimal entwickeln.
Was ist Kahmhefe?
Kahmhefe ist ein weißlicher Belag auf der Oberfläche. Sie ist meist harmlos, sollte aber entfernt werden.
Kann ich anderes Gemüse mitfermentieren?
Ja. Zum Beispiel Karotten, Kümmel oder Wacholderbeeren können für zusätzliche Aromen sorgen.
Wie lagere ich fertiges Sauerkraut?
Nach der gewünschten Fermentationszeit bewahrst du es am besten kühl, beispielsweise im Kühlschrank oder in einem kühlen Keller, auf.
Mein Fazit
Sauerkraut selbst zu fermentieren ist einfacher, als viele denken. Mit Weißkohl, Salz und etwas Geduld entsteht ein aromatisches Ferment, das vielseitig verwendet werden kann und sich lange hält.
Wenn du mit der Fermentation beginnen möchtest, ist Sauerkraut ein idealer Einstieg.
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